Sommerlager

Am Montag den 6. August ging es los. 12 Sipplinge und RR´s des Horstes trafen sich schon früh morgens am Bamberger Bahnhof um von dort aus mit dem Zug in Richtung Trossingen zu fahren. Hier wollten alle die erste Nacht in einem Naturfreundehaus vrebringen. Nach einem lustigen, entspannten Abend, ging es am nächsten Tag, aufgeteilt in 3 verschiedene Gruppen, für 6 Tage auf Fahrt. Ziel Jugendzeltplatz Oberried.

Im Folgenden haben alle 3 Gruppen einen Bericht über ihre Fahrt hinterlassen.

(siehe Fahrtengruppe 1, 2 und 3)

Nachdem alle Gruppen am Jugendzeltplatz „Stübledobel“ in Oberried angekommen waren, ging es an den Zeltaufbau. Aus Material welches vom Stamm „Antoine de Saint-Exupéry“ der DPSG aus Kirchzarten gestellt wurde und den mitgebrachten Kothenplanen wurden eine Jurte und ein Kamel aufgestellt. Der weitere Tag, der Abend, so wie das restliche Lager war von etlichen „Werwolf“ Runden gespickt.

Am nächsten Morgen waren alle relativ früh wach, da es anfing zu Regnen. Dieser Regen zog sich in kleineren Schauern über den ganzen Tag. Im Laufe des Tages bereiteten alle Fahrtengruppen etwas vor um den anderen zu erzählen was sie die sechs Tage erlebt hatten. Hierzu wurde ein Lied gedichtet, kleinere Sketche und ein Insider-Bingo vorbereitet. Das alles sollte dann am Abend vorgetragen werden. Als es schon fast dunkel wurde, kam noch eine Niederländische Pfadfindergruppe, welche die Nacht ebenfalls am Jugendzeltplatz verbringen wollte, an. Abends in der Jurte stellten dann alle Gruppen vor, was sie den Tag über vorbereitet hatten. Anschließend gab es noch einen Singeabend und gegen 1 Uhr ging es dann ins Bett.

Während die niederländische Gruppe in der Frühe wieder ihre Sachen packte, wurden die Sipplinge, aufgeteilt in zwei Gruppen, losgeschickt um in den umliegenden Dörfern den Tag über „N´ Appel und n´ Ei“ zu spielen. Hierzu bekamen beide Gruppen einen Euro um sich damit ihren Startgegenstand zu kaufen. Eine Gruppe startete mit Brausetütchen. Ihr Endergebnis war ein „Malen nach Zahlen“ Spiel. Die andere Gruppe begann mit Maoam-Kaubonbons und endete mit einer Retro Kaugummischachtel und einem Radiergummischweinchen welches im Dunkeln leuchten konnte. Als die Gruppen am Abend mit ihrer Ausbeute zurück kamen, gab es Burger welche die RR´s den Tag über vorbereitet hatten. Nach diesen wurde von der RR-Jury entschieden, welche Gruppe beim Tauschen gewonnen hatte. Da die Wahl des Gewinners unentschieden Ausging, entschieden alle Sipplinge gemeinsam was im weiteren Verlaufe des Abends noch passieren würde. Nach einer Abstimmung gab es dann also ein paar Ründchen Werwolf und danach einen weiteren Singeabend.

Am vorletzten Tag wurde alles schon mal ein wenig aufgeräumt und geputzt. Auch die Jurte wurde abgebaut. Den restlichen Tag wurde gefaulenzt, gesungen, Skip Bo gespielt und abends am Feuer wurde abermals Werwolf ausgepackt.

Nach Morgenrunde und Frühstück des letzten Morgens wurde auch das Kamel wieder abgebaut und dann ging es auch schon wieder auf in Richtung Bamberg. Hier kamen, mit einiger Verspätung -durch einen Buschbrand, kaputter Oberleitung und SEV der auf sich warten ließ-, etlichen weiteren Werwolfrunden und neuer Zugbekanntschaft auch alle wieder heile an. Es gab noch einen kurzen Abschlusskreis und dann gingen alle auch schon wieder getrennte Wege.

Vielen Dank für eine gelungene Sommerfahrt!

 

Fahrtengruppe 1

1. Tag: Trossingen Schwenningen Marbach

Nachdem uns ein Mann vom Naturfreundehaus einen Weg beschrieben hat, wie wir schön nach Oberried kommen können, sind wir, gemeinsam mit der Sippe Schreiadler, aufgebrochen. Nach einer langen Wanderung, einer notgedrungenen Riesenpause auf Grund eines Gewitters in Schwenningen und nachdem wir dort dann einmal im Kreis durch die Stadt gelaufen sind, kamen wir am Abend in Marbach an. Gerade als wir das erste Mal nach einem Schlafplatz fragen wollten, wurden wir von einem Reporter angesprochen, welcher mit uns ein Interview für den „Südkurier“ führen wollte. Nach vielen Fotos und nachdem wir dann doch noch nach einem Schlafplatz fragen konnten, verbrachten wir die Nacht in einem Unterstand für Pferde, in mitten einer Haselnussplantage.

2. Tag: Marbach Birgachtal Donaueschingen

Als es am nächsten Tag los ging, trennte sich gleich zu Beginn unser Weg von dem der Schreiadler. Alleine ging es dann also weiter. Immer mit kleineren Pausen kamen wir nachmittags in Donaueschingen an. Hier machten wir kurz vor dem Eingang der Stadt,

auf einer Wiese eine große Pause. Nach dieser durchquerten wir Donaueschingen. Als wir das andere Ende erreicht hatten, fingen wir an nach einem Schlafplatz zu suchen. Tatsächlich hatten wir schon beim ersten Haus bei dem wir fragten Glück. Für die Nacht hatten wir eine ganze Wohnung für uns.

3. Tag: Donaueschingen → Kirnbergsee → Dittishausen

Unter strahlender Sonne und in, schon früh, knallender Hitze ging es am nächsten Morgen weiter. Wir kamen immer schneller voran und die Schmerzen begannen langsam chronisch zu werden. Nach einem langen Marsch, entlang an mehr oder weniger schönen Wegen, erreichten wir am Nachmittag den Kirnbergsee. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen, aßen und spazierten ein wenig im Wasser herum. Dann ging es weiter. Als nächstes erreichten wir Dittishausen, wo wir die Nacht überbleiben wollten. Kurz nachdem wir mit dem Fragen angefangen haben, wurde uns ein Platz im Rathaus angeboten. Unser Schlafplatz war also wieder sehr problemlos gefunden. Da wir Nudeln mit Tomatensoße jetzt schon satt hatten, gab es zum Abendessen Pizza.

4. Tag: Dittishausen → Löffingen → Neustadt (Titisee)

Wir waren schon den ganzen Tag auf schönen Wanderwegen unterwegs, da endete plötzlich unser Weg in einem Steinbruch und einer deswegen gesperrten Straße. Da der einzig andere Weg eine Autobahn war, fragten wir einen Mitarbeiter des Steinbruchs, wie wir jetzt am besten laufen sollten. Er erlaubte uns die gesperrte Straße zu nutzen. Also ließen wir die Zäune mit den „Betreten verboten“-Schildern hinter uns und liefen hinab in Richtung Neustadt. Hier machten wir bei einem Bushäuschen eine Pause. Nach dieser durchquerten wir die Stadt und wollten uns am anderen Ende wieder einen Schlafplatz suchen. Als wir in der Straße ankamen, wo wir mit dem Fragen beginnen wollten, wurden wir auch schon von einer Frau angesprochen, welche uns ihre Hilfe anbot. Bei ihr durften wir dann schlafen.

5.Tag: Neustadt → Titisee → Kirchzarten

Am nächsten Morgen ging es zunächst auf in Richtung Titisee. Hier kamen wir mittags an. Da wir aber feststellen mussten, dass der See die reinste Touri-falle ist, haben wir unsere Pause an einen kleinen Bach verlegt, an dem wir kurz zuvor vorbei gekommen sind. Während unseres Aufenthaltes dort fingen wir an mit einem unserer Äpfel „N´ Appel und n´ Ei“ zu spielen. Als nächstes ging es auf nach Hinterzarten. Da Kirchzarten noch einen Tagesmarsch entfernt war, wir aber am Mittag des nächsten Tages schon in Oberried sein mussten, fuhren wir bis nach Kirchzarten mit dem Bus. Dort angekommen durchquerten wir wieder die Stadt und begannen uns am anderen Ende einen Schlafplatz zu suchen. Dieses Mal hatten wir leider weniger Glück. Keine wollte uns bei sich schlafen lassen. Am Ende fanden wir einen Platz bei einem Bauern ganz am Rande der Stadt. Dieser hatte super süße Babykatzen, mit denen wir uns den Rest des Abends eingehend beschäftigten. Die Mutter der vier besuchte uns nachts dann auch noch mal.

6. Tag: Kirchzarten → Oberried

Da die Sippe Schreiadler die Nacht ebenfalls in Kirchzarten verbracht hatte, trafen wir sie am nächsten Morgen. Gemeinsam ging es dann auf nach Oberried. Dort angekommen fuhr uns der Besitzer des Jugendzeltplatzes entgegen. Er packte unsere Rucksäcke in sein Auto und verriet uns einen schönen Weg, der direkt zum Platz führte. Mit völlig neuem Laufgefühl kamen wir einige Zeit später dort an.

Wir können zurückblicken auf eine mehr als gelungene Fahrt mit einer super tollen Gruppe, tollem Wetter, fast immer schönen, gut ausgeschilderten Wegen, kulinarischen Erlebnissen–In Form von Nudeln mit Tomaten- und Pfeffersoße, ganz viel Melone, Calcium Tabletten und sehr viel Brot mit Pesto–, ganz viel Musik, Spaß und vielen neuen Insidern. Bingo!

Fahrtengruppe 2

Tag 1:
Trossingen – Waldkirch

Der erste Abschnitt unserer Wanderung führte uns in einen Supermarkt, wo wir uns mit vielen Leckereien eindeckten. Danach ging es weiter zum Bahnhof. Nach etwa drei Kilometern Fußmarsch, setzten wir uns also erschöpft in den Zug der uns nach Waldkirch brachte, dort suchten wir uns einen Schlafplatz und konnten unsere Kothe im Garten einer älteren Frau aufstellen. In ihrer Küche durften wir Gnocci kochen und machten die Frau damit sehr glücklich, denn sie hatte noch nie welche probiert. Abends bestaunten wir dann noch den wunderschönen Sternenhimmel im Schwarzwald und diskutierten über Sternzeichen und Horoskope. Übrigens dürfen Waage und Steinbock keine Beziehung führen – seid also gewarnt.

Tag 2:
Waldkirch – Simonswald

Am nächsten Vormittag machten wir uns auf nach Simonswald. Mit einer Steigerung von 3km auf 10km. Der Großteil des Weges lag im Wald und so kam es, dass wir nicht lange brauchten und den restlichen Tag im örtlichen Schwimmbad verweilen konnten. Auch in Simonswald fanden wir schnell einen Schlafplatz, diesmal neben einer Pizzeria, welcher wir am Abend auch noch einen Besuch abstatteten.

Tag 3:
Simonswald – St.Peter

Um 6:30 Uhr trudelte unser letztes fehlendes Fahrtengruppenmitglied in unser Kothe ein. Nach ein paar Stunden Schlaf, packten wir unsere Sachen zusammen und bezwangen den Berg, der zwischen uns und unseren nächsten Ziel St.Peter lag. Trotz einigen Umwegen und verschütteten Wegen, kamen wir am frühen Abend auf der Platte an. Um noch etwas einkaufen zu können, teilten wir uns auf: einer im Auto, die anderen zu Fuß. Unser Zelt durften wir in dieser Nacht auf einer Kuhweide aufstellen. Leider verpassten wir am Morgen den Kuhtrieb, dafür bekamen wir frische Milch zum Frühstück.

Tag 4:
St.Peter – Kirchzarten

An diesem Tag mussten wir nur ein kleines bisschen bergauf, den Rest bergab, was aber nicht weniger anstrengend war. Bei einer Kapelle hatten wir einen wunderschönen Blick über das Dreisamtal und alle umliegenden Berge.
In Kirchzarten fanden wir bei Antonias Großeltern für zwei Nächte einen Schlafplatz. So hatten wir auch einen ganzen Tag Zeit um zu entspannen, auf einen Flohmarkt zu gehen und ein Picknick bei einer Kapelle zu machen. Am zweiten Abend trafen wir auch die Schreiadler-Fahrtengruppe.

Tag 5:
Kirchzarten – Oberried

Der letzte Etappenabschnitt führte uns von Kirchzarten zum Zeltplatz nach Oberried. Da unser Gepäck im Materialtransport mitfuhr, fielen uns die letzten Kilometer ziemlich leicht. Am Zeltplatz angekommen. freuten wir uns die anderen Gruppen wiederzutreffen und uns über unsere Erlebnisse auszutauschen.